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Das Core-Update im März – keine Panik und das solltet ihr bei Updates bedenken! #089

Das Core-Update im März – keine Panik und das solltet ihr bei Updates bedenken! #089
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Das letzte Core-Update, dass Google selbst auch bestätigt hat, ist nun ein paar Tage alt. Am 12. März bestätigte Google, dass es mal wieder ein größeres Update am Algorithmus gegeben hat.

Wie immer nach solchen Updates, wird viel in der SEO-Szene spekuliert. Tool-Anbieter kommen mit den wildesten Datenerhebungen daher und meinen analysiert zu haben, wer und in welcher Form und vielleicht sogar weshalb Sichtbarkeit verloren oder gewonnen wurde.

Auch kamen Spekulationen auf, dass Update könne eine Korrektur des „Medic-Updates“ sein oder gar in Verbindung zu früheren Penguin-Updates stehen. Wie dem auch sei, eines ist unabhängig und sollte berücksichtigt werden – nicht in Panik verfallen und erst recht nicht in blinden Aktionismus.

Was sind Gründe für ein Core-Update?

Ganz klar zielen Updates in erster Linie darauf ab, den Suchalgorithmus von Google zu optimieren und dem Nutzer für seine Suchanfrage das bestmögliche Suchergebnis zu liefern. So viel zur Theorie und finalen Zielsetzung.

Ein Update kann aber grundsätzlich verschiedene Ausprägungen und Gründe haben. So kann ein Zustand, der mit einem Update zuvor eingeleitet wurde, korrigiert werden, wenn die Änderungen über die Grenzen hinaus gingen und nicht den finalen Erfolg brachten. Und wenn Google Änderungen vorgenommen hat, die Verbesserungen in bestimmten Bereichen mitbrachten, aber nicht weit genug gingen, dann wird Google diesen Zustand mit einem weiteren Update weiter verstärken und wieder Änderungen vornehmen. Google setzt viele Updates innerhalb eines Jahres um und testet dabei sehr viel. Und nicht immer merken wir, ob die Änderungen richtig oder falsch waren. Wie John Müller aber eben in einem aktuellen Google Hangout bestätigt, kann es immer wieder auch zu Korrekturen früherer Updates kommen. Google kocht eben auch nur mit Wasser und bei aller KI und Erfahrung, müssen auch bei Google ausgiebige Tests und Analysen umgesetzt werden.

Achtung, ein Update – was nun?

Ein Beispiel, dass zeigt, das Google auch nur mit Wasser kocht und mit Umsetzung eines Updates längst nicht immer weiß, ob dies richtig war. Gegen Ende 2017 veränderte Google die SERPS und es tauchten immer häufiger erweiterte Snippets in den SERPS auf. Aus ursprünglich zwei zeilen in der Meta-Description, wurden immer häufiger vier Zeilen. Die SEO-Szene wurde wie immer nach einem größeren Update kribbelig und die wildesten Hinweise und Empfehlungen tauschten damals auf. Fünf Monate später kam die Korrektur und Google ruderte mit dem Vorhaben zurück. Einige SEOs oder Unternehmen, die meinten, alles auf den Kopf zu stellen und jede einzelne Meta-Description neu formulieren zu müssen, wären am liebsten im Erdboden versunken.

Wie also reagieren, wenn Updates vollzogen wurden?

Grundsätzlich teste ich ja auch sehr viel – alleine beruflich bedingt. Ich fahre grundsätzlich immer sehr gut damit, nach einem Update erst einmal Ruhe zu bewahren und ein paar Wochen ins Land gehen zu lassen. Gut möglich, dass nach einem kleinen „Schluckauf“ die Rankings sich erholen und nicht viel anders gemacht werden muss. Kosten-Nutzen muss immer berücksichtigt werden und um auf mein Beispiel mit den Meta-Description zu kommen, welchen Nutzen hätte es gehabt, alle Seiten einer Webseite anzufassen und diese zu verändern. Also auch bei den Seiten, die eh keiner Sicht, wo kein Traffic drauf ist? Wenn überhaupt hätte man nach dem Pareto-Prinzip vorgehen können und die 10 oder 20 Prozent der Seiten, die Traffic generieren, Anpassungen vornehmen können. Aber auch das muss immer wieder auch unter dem Aspekt Ressourcen und der Priorisierung, die man mit seiner SEO-Arbeit festgelegt hat, in Einklang gebracht werden.

Bitte genau untersuchen!

Und wenn ihr euch fest vorgenommen habt, auf Updates zu reagieren, dann macht es bitte richtig und analysiert auch genau, wo es mögliche Verschiebungen gab. Ist die gesamte Seite betroffen, sind es einzelne Verzeichnisse oder Themengebiete? Gab es überhaupt Trafficeinbußen zu verzeichnen oder sind Rankings abgeschmiert, die nicht relevant für meine Seite oder mein Business waren?

Tools helfen bei der Analyse

Wenn ihr also aktiv werden wollt, schaut euch in eurem SEO-Tool genau an, ob, wo und in welcher Ausprägung es Veränderungen gab. Einige Tool-Anbieter ermöglichen die Analyse auf Verzeichnisebene, andere bieten die Möglichkeiten bestimmte Keywords on Cluster zu packen und über diese Form Analysen zu fahren. Dann wiederum die ist Search Console und Google Analytics ein wichtiger Indikator, ob ist auch tatsächlich nach dem Update mit signifikanten Trafficeinbußen arbeiten müsst oder nicht.

Search Console Entwicklung
SEO Tool PageRangers – Daten aus der Search Console (Entwicklungen)

Fazit

Ein Google-Update ist zunächst einmal nichts schlimmes. Auch wenn eure Seite vielleicht hier und da mal Rankingverluste hinnehmen muss, sollte man nicht in blinden Aktionismus geraten und erst einmal abwarten. Viel lesen, viele Analysen anderer SEOs und Tool-Anbieter konsumieren. Wichtig ist – bevor ihr etwas verändert, zunächst selbst Analysen umzusetzen. Welcher Bereich der Webseite ist betroffen, gibt es signifikanten Trafficverlust oder sind nur unwichtige Keywords ggfs. betroffen. Jede Änderung solltet ihr auch kaufmännisch betrachten und schauen, ob es sich tatsächlich lohnt, wie in meinem aufgezeigten Beispiel, alle Meta-Description nach einer Änderung anzupacken und zu verändern. Bei 100 Seiten ist das vielleicht noch ok, aber bei 1.000 bestimmt nicht mehr.

Dennoch interessiert es mich natürlich, wie ihr nach Updates vorgeht und welche Analysen ihr umsetzt. Teilt es mit mir, gerne hier, bei Facebook oder per Email direkt an podcast@seosenf.de.
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