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Platz 1 bei Google ist tot, es lebe die Diversifizierung #069

Platz 1 bei Google ist tot, es lebe die Diversifizierung #069
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Heute besprechen wir ein Thema, was immer relevanter wird. Wer Suchmaschinenoptimierung betreibt muss wissen, dass ein Ranking nicht mehr ein Ranking ist und das Google immer individueller versucht, die Suchergebnislisten zu erzeugen.

Früher waren die Suchergebnisse geprägt von der Webseite, die laut Google die höchst mögliche Relevanz hat. Hier wurde nicht zwischen lokalen und klassischen Suchergebnissen unterschieden. Wer auf Position 1 zu einem bestimmten Keyword rankte, konnte sichergehen, dass dies auch ortsunabhängig in den meisten Fällen so war.Ortsunabhängig bedeutet, dass ein Suchender aus München gleiche oder zumindest sehr ähnliche Suchergebnisse sehen konnte, wie ein Suchender, der aus Berlin oder Hannover kam.

Heutzutage ist es so, das sich das Suchverhalten verändert hat, der Nutzer wesentlich mehr Phasen durchlebt, bis er ausreichend informiert ist oder bereit für einen Kauf ist. Daher versucht Google auf diese Veränderung einzugehen und den Algorithmus dahingehen sukzessive zu verändern. Immer mehr lokale Suchergebnisse werden in die SERPS integriert und kombiniert.

Für lokale Unternehmen zeigt sich dadurch, dass man auch zu Keywords, die keinen direkten regionalen Bezug haben, immer häufiger ranken kann und somit Google wesentlich individueller die Suchergebnisse ausspielt.

Ein weiteres Phänomen ist, dass Wörter, mit unterschiedlicher Schreibweise, also beispielsweise Frisör und Friseur unterschiedliche Suchergebnisse aussteuern. Das alles und mehr gibt es im Podcast mit unserem heutigen Gast Leonard Metzner.

Podcast mit Leonard Metzner über lokalisierte Rankings

Leonard Metzner ist seit fünf Jahren im SEO tätig und hat sich speziell mit dem Thema lokalisierte Rankings und die zunehmende Veränderung in den SERPS in den letzten Monaten beschäftigt. Seine Analyse zeigt sehr deutlich, wohin die Reise hingehen wird. Die Diversifizierung der Suchergebnisse ist aktuell immer extremer zu beobachten und Google versucht immer mehr auf das Thema User-Intention einzugehen. Dabei muss verstanden werden, dass ein Keyword nicht nur eine User-Intention haben kann – eben abhängig in welcher Phase er sich befindet – sondern mehrere. Selbst bei eindeutig hinweisenden Keaword-Phrasen, z.B. „Solarium kaufen“ werden verschieden ausgerichtete Angebote gelistet. Eben nicht ausschließlich Shops, wo man Solarien kaufen kann, sondern wo man sich ggfs. auch erstmal über den Kauf und Kaufoptionen informieren kann. Auch hier spielt das Thema User-Intention eine Rolle.

Ein weiteres konkretes Beispiel

Im Podcast besprechen wir das Thema noch weiter sehr ausführlich. Nur zum besseren Verständnis ein Beispiel, dass euch aufzeigen soll, wie unterschiedlich eine User-Intention sein kann. Nehmen wir das Keyword „Sonnenstudio“. Hier kann es sein, dass der Nutzer einfach nur das nächste Sonnenstudio aufsuchen möchte und entsprechend danach sucht. Gut möglich ist aber auch, dass er sich informieren will, beispielsweise über Studien und Erkenntnis, welche Auswirkungen eine Sonnenstudio auf meine Gesundheit haben kann. Zwei völlig unterschiedliche User-intentionen, die Google erkennen und letztlich optimal aussteuern muss. Mit Hilfe der zunehmenden Diversifizierung lernt Google hier immer besser und wird noch individueller die Suchergebnisse, also die Rankings aussteuern. Die Wahrscheinlichkeit, wenn beide Themen in den SERPS angezeigt werden, ist nun mal größer, als wenn Google nur das ein oder andere Thema ausspielen würde. Mit zunehmendem Userverhalten lernt Google und kann so sehr individuell die Ergebnisse filtern und aussteuern. Mit zunehmendem Einfluss von KI-Faktoren (Künstliche Intelligenz) wird die Trefferquote in den SERPS an Qualität weiter zunehmen. So die Theorie jedenfalls.

Was hat das für Auswirkungen auf mein SEO?

Die Auswirkungen auf das SEO sind in der Form zu sehen, dass die eigentliche Vorarbeit, Recherche und Analyse der Keywords, mit denen man wirklich ranken möchte, noch intensiver umgesetzt werden muss. Eine reine Keyword-Recherche, ohne die SERPS oder andere Parameter anzuschauen, ist nicht mehr unbedingt zielführend. Zwar trifft das oben aufgeführte Szenario nicht auf alle Keywords oder Keyword-Phrasen zu, dennoch sollte man noch bewusster und exakter seine SEO-Maßnahmen planen.

Wie sollte eine Optimierung relevanten Keywords nun aussehen?

Welche Optimierungen umgesetzt werden können und wir man hier vorgehen sollte, erklärt Leonard Metzner im Podcast. Insbesondere aufgrund der vielen Tests und Experimente sollte man diese Analyse regelmäßig umsetzen und schauen, wie sich die SERPS auch insgesamt vielleicht verändert haben.

Suchvolumen ist nicht mehr gleich Suchvolumen

Durch die Verschiebungen in den SERPS kann sich das gesamte Potenzial verschieben und somit muss man auch hier bewusster an die Analyse gehen. Was gerne vernachlässigt wird, ist zudem auch der saisonale Aspekt, der bei bestimmten Keywords zum Tragen kommt. Auch das besprechen wir im Podcast. Hört also auf jeden Fall rein.

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