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Das ungenutzte SEO-Potenzial von Fussball-Clubs kostet die Vereine Millionen #113

Das ungenutzte SEO-Potenzial von Fussball-Clubs kostet die Vereine Millionen #113
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Bundesligavereine im Fußball sind mittlerweile Wirtschaftsunternehmen. So lag der Umsatz in der Saison 2018/2019 beim FC Bayern bei 750 Mio. Euro. Auch der Traditionsverein, der 1. FC Köln, verdiente in der gleichen Saison rund 115 Millionen Euro. Der Umsatz der Fußballclubs speist sich aus mehreren Säulen. TV-Gelder, Sponsorings, Merchandising und eben immer mehr auch durch Ecommerce-Umsätze, die teilweise natürlich in den Bereich Merchandising einfließen.

Fußball-Clubs und andere Vereine, die als Wirtschaftsunternehmen fungieren, verzichten auf Millionenumsätze

In der heutigen Podcast Episode möchte ich meine These festigen, dass die meisten Fussballclubs Millionenumsätze verschenken. Das gilt im übrigen nicht nur für Clubs, sondern auch andere Branchen und Unternehmen. An diesem Beispiel möchte ich das exemplarisch vorstellen.

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Auf den ersten Blick wird klar. Organische Sichtbarkeit ist vorhanden, nur stellt sich die Frage, auch zu den Keywords, die letztlich die Kassen in Sachen Ecommerce und Merchandising füllen.  Die Antwort ist aus meiner Sicht eindeutig. Der FC Bayern München lässt ein großes Potenzial liegen. Blicken wir auf die 20 Einträge (Quelle: SEO Tool von PageRangers), so stellt man fest, dass beispielhaft Keywords wie “fc bayern münchen training”, “fc bayern münchen kader”oder “fc bayern münchen spielplan” sicherlich relevant sind, jedoch nicht als transaktionale Keywords kurzfristig und direkten Einfluss auf den Umsatz nehmen.

Organische Reichweite FC Bayern München

Das ungenutzte Potential liegt insbesondere in den Keywords zu den Top-Stars im Team. Thomas Müller beispielsweise weist ein ungefähres Suchvolumen von 140.000 pro Monat alleine in Deutschland auf. Joshua Kimmich liegt bei 90.000, Robert Lewandowski bei 110.000 Suchnachfragen pro Monat. International liegt das Potenzial noch wesentlich höher, insbesondere in den Heimatländern der Stars.

Die Suchnachfrage zu den Stars der Mannschaft ist extrem hoch und genau hier verschenkt ein Verein enormes Potenzial. In der SEO-Praxis kann man einen Spieler vielleicht sogar mit einem Produkt vergleichen. Ein Online-Shop muss strategisch entscheiden, ob man Sichtbarkeit für ein Produkt aufbaut, was einen gewissen Lebenszyklus hat oder ob man eher auf Kategorieebene versucht, Sichtbarkeit aufzubauen und darüber Abverkauf zu generieren.

Auch bei einem Fußballclub ist die Vertragsdauer eines Spielers meist begrenzt, jedoch aus SEO-Sicht herrscht bei weitem nicht so ein Wettbewerb zu einem Keyword (in dem Fall zu einem Spieler). Daher ist es definitiv eine Überlegung, für längerfristig an den Verein gebundene Spieler gezielt Sichtbarkeit aufzubauen.

Der Blick in die SERPS (organischen Rankings) zeigt das verschwendete Potenzial. Nicht die Seite des Spielers selbst oder die des FC Bayern ist auf Position eins zu finden.  Transfermarkt rankt auf Position ein und Wikipedia auf Position 3. Dabei hätte der FC Bayern München doch sehr viel Content und die Möglichkeit mit der richtigen SEO Strategie mehr qualifizierte Besucherströme auf der eigenen Webseite zu begrüßen.

Joshua Kimmich organisch bei Google

Wenn wir nur mal die drei Spieler Thomas Müller, Joshua Kimmich und Robert Lewandowski nehmen. Die tatsächliche Suchnachfrage sollte eher noch etwas höher ausfallen, da Google ja keine exakten Werte angeht. um besser rechnen zu können, runden wir alle drei Werte auf.

  • Thomas Müller – organische Reichweite ca. 200.000
  • Robert Lewandowski – organische Reichweite ca 150.000
  • Joshua Kimmich – organische Reichweite ca. 100.000

Mit rund 500.000 Suchanfragen pro Monat und der Annahme, dass rund 50% der Suchnachfrage auf Position eins bei Google abfällt, würde der FC Bayern München rund 250.000 qualifizierte Besucher mehr auf seiner Webseite verzeichnen können.

Wenn der Content, also die Zielseite dann noch optimal auf die Bedürfnisse und den Suchintent ausgerichtet ist, ein riesiges Potenzial für die Webseite.

Wenn nun nur 5 Prozent der 250.000 zusätzlichen Besucher, sich auf den Webshop des FC Bayern verirren würden, wäre das ein zusätzliches Potenzial von 12.500 möglichen neuen Kunden. Und wenn wir die fiktive Rechnung weiter deklinieren und rund 2 Prozent der neuen Besucher eine Konversion generieren, würde der FC Bayern alleine mit diesen Keywords oder Spielern, rund 250 neue Bestellungen generieren. Beim einem fiktiven Warenkorbwert von 100 EUR, immerhin 25.000 EUR pro Monat (300.000 EUR pro Jahr) zusätzlichen Umsatz. Klar ist dies nur eine fiktive Rechnung, dennoch sieht man denke ich das Potenzial, was Bundesligaclubs hier liegen lassen. Und ich spreche ja nur von drei Spielern oder Keywords. Es gibt eine Vielzahl weiterer Keywords, die mir hier einfallen würden und wo gleiche Fehler bzw. Potenziale liegen gelassen werden.

Organische Sichtbarkeit beim 1. FC Köln – so sieht es aus!

Schauen wir uns ein ähnliches Phänomen beim 1. FC Köln an. Hier ist Anthony Modeste einer der Stars. Auch hier sieht es ähnlich aus. Nicht der 1. FC Köln, nicht der Spieler direkt ist auf Position ein zu finden. lediglich die Instagram Accounts des Spielers, die dem FC aber reichlich wenig Umsatz einbringen.

Setzen wir die selbe Rechnung an. Der FC machst ein Bruchteil weniger Umsatz. Dennoch wird extrem viel Potenzial in Relation verschenkt. Die Suchnachfrage für das Keyword (Spieler) liegt bei rund 7.000.

Gehen wir wieder von unseren fiktiven Werten aus. Wenn 50 Prozent der Suchenden auf Position 1 fallen, würde der FC rund 3.500 zusätzliche Besucher pro Monat nur mit diesem einen Keyword generieren können. 2 Prozent besuchen den Online Shop, was immerhin rund 70 neuen Kunden ausmachen würde – für ein Keyword und nur für Deutschland.

Anthony Modeste

SEO Strategie ist wichtig

Ihr seht an meinen Beispielen, wie wichtig es ist, genau zu analysieren und festzulegen, wohin man im organischen Bereich mit seiner Webseite möchte. Es gibt immer ungenutzte Potenziale, die man identifizieren und dann genau bewerten sollte. Ob für den direkten Umsatz oder für den indirekten Umsatz – in unserem Fall, für die Fanbindung beispielsweise, etc.

Fazit

Der Blick in die Sportelt zeigt, dass extrem viele Vereine, die mittlerweile als Wirtschaftsunternehmen signifikante Einnahmen erzielen, viel Potential im Ecommerce / Merchandising oder insgesamt in den digitalen Geschäftsmodellen liegen lassen. In mancherlei Hinsicht sollten die Verantwortlichen als Ecommerce Unternehmen sehen – oder zumindest als ein Unternehmen, dass auch im Online-Business (Fan-TV; etc.) relevante Umsätze fahren kann.

Das Beispiel zeigt, das insgesamte Potenzial, was aber letztlich nicht nur auf die Sportunternehmen, sondern insgesamt auch auf andere Unternehmen oder Branchen heruntergebrachten werden kann. Das Potenzial ist nahezu bei jeder, wirklich jeder Webseite vorhanden. Mit ausreichend Zeit, Sorgfalt und der richtigen Analyse gilt es Potenziale aufzudecken und neue Umsatzquellen zu erschließen.

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