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SEO-Mythen – ja es gibt sie und wir räumen damit auf #111

SEO-Mythen – ja es gibt sie und wir räumen damit auf #111
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Es gibt sie definitiv noch – die Mythen rund um das Thema SEO. Um hier mal ein wenig aufzuräumen und die Mythen aus dem Weg zu schaffen, die mich im Alltag immer wieder tangieren, räume ich in dieser Podcast Episode mit ein paar dieser Mythen auf.

SEO-Mythos: SEO ist eine einmalige Sache

Ich erlebe das immer wieder in meinem Alltag bei PageRangers. Viele kleine- und mittelständischen Unternehmen haben zumindest verstanden, dass organische Sichtbarkeit bzw. SEO ein sinnvoller Kanal ist, um qualifizierte Besucherströme zu generieren und letztlich das Fundament für ein nachhaltiges Business darstellt. Die wenigsten KMUs haben ausreichend Budget, um permanent in Paid-Kanäle zu investieren. Der gesunde Mix steht für viele Unternehmen daher im Fokus. Was allerdings ein Mythos ist – SEO wäre eine einmalige Sache. Einmal an der Seite optimiert, würde dies ausreichend sein, um künftig mehr Sichtbarkeit bei Google aufbauen zu können.

Richtig ist:
SEO ist ein Prozess, ein Marathon und je nach Wettbewerbsumfeld und Branche kann es eine ganze Weile dauern, bis man Sichtbarkeit oder Veränderungen sieht. SEO ist ein Projekt und man sollte immer an seiner Webseite arbeiten. Ob onpage-seitig oder was den Inhalt der Seite angeht. Insbesondere gilt es wichtige Rankings regelmäßig im Auge zu halten und auch bei größeren Core Update immer den Blick auf die Rankings zu halten. 

SEO-Mythos: SEO ist kostenlos

Immer wieder hört man, SEO ist doch kostenlos und man könne ganz einfach auf organischen Suchtraffic zurückgreifen. Auch sonst muss man nicht viel machen und eine Agentur oder Mitarbeiter explizit ist nicht notwendig, wenn man die Spielregel einfach beachtet.

Richtig ist:
SEO kann ein sehr günstiger Online-Marketing Kanal sein. Meist ist der Aufwand initial größer und mit zunehmender Dauer und Maßnahmen wird absolut gesehen der Kanal immer günstiger. Während sich Sichtbarkeit im Optimalfall sukzessive aufbaut, bleibt der Kostenaufwand im Paidbereich meist unverändert. Richtig ist, dass SEO ein Prozess ist und man eine Seite nie zu Ende optimiert hat. Im Gegenteil. Google verändert sich permanent, die Anforderungen verändern sich und der Wettbewerb schläft auch nicht und macht ggfs. Dinge besser als vorher. Da man ständig im Wettbewerb mit anderen Seitenbetreibern zu einem bestimmten Keyword steht und Google immer den Anspruch hat, das beste Suchergebnis auf die Suchnachfrage auszusteuern, muss man immer am Ball bleiben und beobachten, nachjustieren und insgesamt weiter an der Seite arbeiten. Oftmals ist dies im Vergleich zu anderen Kanälen wesentlich günstiger, kostenlos ist es jedoch keinesfalls. Denn auch die eigene Zeit oder die der Mitarbeiter kostet Geld.

SEO-Mythos: Backlinks sind nicht mehr wichtig

Um Top-Rankings bei Google aufbauen zu können, sind Backlinks nicht mehr notwendig. Diesen Satz oder so ähnlich hört man häufig. Dem ist aber nicht so.

Richtig ist:
Backlinks haben sicherlich an Strahlkraft verloren. Dennoch gibt es Studien, die belegen, wie wichtig Backlinks immer noch sind. Auch Google hat vor einiger Zeit selbst Hinweise gegeben, dass Backlinks immer noch zu den wichtigsten Rankingfaktoren gehören. Verändert hat sich der Qualitätsanspruch an Backlinks. Nicht mehr die Masse macht es. Sondern Themenbezug der Website, Sichtbarkeit bzw. auch die Performance des Links sind relevanter geworden. Klasse, statt Masse heisst die Devise. Links sind zudem extrem wichtig für Google, um neue Inhalte und Links zu finden und zu crawlen. Erst vor kurzem hat Google indirekt noch mal auf die Wichtigkeit hingewiesen und neue Link-Attribute eingeführt, die zeigen, dass Google wieder mehr Klarheit in Sachen Backlinks haben möchte.  Weitere Podcast Episoden zum Thema Backlink: Episode 099

SEO-Mythos: Mit einer Google Ads Kampagne wirst du Rankingvorteile im SEO erhalten

Ein weiterer Mythos. Google bevorzuge Websites, für die eine Google Ads Kampagne geschaltet wird. Da die Seitenbetreiber zusätzlich Geld investieren, würde sich das positiv auswirken.

Richtig ist:
Google trennt die Kanäle strikt und es nicht erwiesen, dass es in irgendeiner Weise Vorzüge geben würde. Im Gegenteil: Es gibt ausreichend Beispiele von Webseiten, die keinerlei Google-Kampagnen schalten und dennoch eine Top-Sichtbarkeit aufweisen.

SEO-Mythos: Wer Google Adsense einsetzt, hat Rankingvorteile

Dieser Mythos ist genau so falsch, wie zuvor der mit Google Ads. Immer wieder geistert dieser Mythos um die Ecke und Websites, die Google Adsense auf ihrer Website implementiert haben, würden organisch besser geranked. Eben weil man einen Google-Dienst einsetzt und somit angeblich „Pluspunkte“ bei Google erhalten würde.

Richtig ist:
Auch dieser Mythos ist komplett falsch. Auch hier gibt es ausreichend gegenteilige Beispiele und Google bevorzugt solche Websites nicht. Viel wichtiger ist als Website-Betreiber darauf zu achten, es nicht mit nerviger Werbung zu übertreiben. Das kann Einfluss nehmen, also Obacht.

SEO Mythos: Content ist King, mehr muss ich zu SEO nicht wissen

Content ist wichtig, extrem wichtig. Content ist auch ein gewichtiger Rankingfaktor im SEO. Zuletzt habe ich von Kunden immer wieder Aussagen gehört, das die beauftragte SEO Agentur – eine Textagentur – sie in verschiedenen Workshops fit gemacht hätten, Texte richtig zu entwickeln. Stimmt der Inhalt, sind die anderen Faktoren fast egal.

Richtig ist:
Content ist extrem wichtig und es ist insbesondere wichtig zu wissen, dass Content zunächst einmal für die Zielgruppe aufbereitet werden sollte – erst im zweiten Step für Google. Wer also Content produziert sollte darauf achten, dass möglichst viele Relevanzsignale zu einem bestimmten Thema / Keyword an Google übermittelt werden sollte. Dazu sind neben der Keyword-Recherche weitere Analysen hilfreich. Was genau, habe ich in einer der letzten Podcasts bereits ausführlicher Thematisiert und bespreche das auch im aktuellen Podcast noch.

SEO Mythos: Je mehr Content produziert wird, desto mehr Sichtbarkeit ist vorprogrammiert

Es gibt sie die Gerüchte – wer am meisten Content zu einem Thema produziert oder insgesamt dafür Sorge trägt, wird Sichtbarkeit aufbauen und besser sein als andere.

Richtig ist
Nicht die Masse an Inhalten ist entscheidend. Es geht vielmehr darum, den richtigen Inhalt für die Zielgruppe zu produzieren, der auch eine entsprechende Nachfrage bei Google hat und letztlich organische Besucherströme möglich macht. Keyword-Recherche, Suchintent-Analyse und weitere Analysen sind die Basis für euren Erfolg. Hört euch am besten den Podcast an, wie man „Schritt für Schritt zum perfekten Content“ gelangen kann. 

SEO Mythos: Backlinks mit Homepagebaukästen aufbauen

Ein Kunde rief mich vor kurzem an und teilte mit mit, er habe rund 200 Texte produzieren lassen. Ein Hotelbetreiber, der irgendwo gelesen hat, dass Backlinks wichtig sind und das er mit vielen verschiedenen Blogs, sein Backlinkaufkommen weiter ausbauen will. Hierzu hat er sich bei diversen Homepagebaukästen registriert und einen Blog angelegt und dann jeweils einen oder zwei Artikel publiziert – natürlich mit einem Backlink zu Hauptseite versehen.

Richtig ist:
Diese Methode hat vor gut einem Jahrzehnt mal funktioniert. Beim aktiven Aufbau von Backlinks sind heutzutage andere Kriterien relevant. Hochwertige Links sind gefragt, nicht Masse statt klasse. Themenrelevant, Performance des Backlinks sind Kriterien, die heute gefragt sind und einen guten Backlink unter anderem ausmachen – natürlich kommt es auch auf die linkgebende Webseite an.

SEO Mythos: Top-Rankings gewinnt immer der mit dem größten Budget

Ein weiterer Mythos. Wer den größten Namen hat, das meiste Budget, gewinnt auch den Kampf um die organischen Top-Platzierungen bei Google.

Richtig ist
SEO kostet Geld, das haben wir hoffentlich mittlerweile alle verinnerlicht. Aber es ist bei weitem nicht immer so, dass auch der größte Brand, das größte Unternehmen die Nase vorn hat. Je nach Branche, je nach Geschick und Strategie kann man auch mit wenig Mitteln gezielt Sichtbarkeit bei Google aufbauen. Wer letztlich am Ende des Tages den Kampf um die Top-Positionen gewinnt, ist eine Addition verschiedener On- und Offpage Signale. 

SEO Mythos: Nutzersignale sind ein Rankingfaktor

Nutzersignale, die von sozialen Netzwerken kommen, sind ein Rankingfaktor. Je mehr solche Signale über die verschiedenen sozialen Netzwerke generiert werden, desto besser für das eigene Ranking.

Richtig ist
Google selbst gibt immer wieder an, dass Nutzersignale keinen Einfluss auf das Ranking haben. Zumindest nicht direkt. Google ist nicht in der Lage, die sozialen Netzwerke zu scannen und ähnlich wie bei Websites   die Links, also die Signale zu erfassen. Indirekt können solche Signale schon Einfluss nehmen. Google hat öfter betont, dass Facebook Likes & Co. keinen Einfluss haben. Die Wahrheit sieht denke ich aber anders aus. Erfahrt es im Podcast.

SEO Mythos: Suchmaschinenoptimierung ist Magie oder Zufall

Einige Zungen behaupten, dass der Aufbau von Top-Rankings Zufall ist. Wer möglichst breit Content produziert, wird schon irgendwann Rankings aufbauen.

Richtig ist
SEO ist ein Prozess, niemals beendet und SEO ist kein Zufall. SEO ist ein Handwerk. Richtig umgesetzt und mit aller Sorgfalt, können Rankings bis zu einem gewissen Grad beeinflusst werden. Eine 100% Garantie gibt es nicht, aber es ist beeinflussbar.

SEO Mythos: Anmeldung bei verschiedenen Suchmaschinen hilft dem Ranking

Früher gab es die Eintragdienste, mit denen man sich bei vielen hunderten Suchmaschinen anmelden konnte. Der Einfluss auf die Sichtbarkeit war teilweise spürbar.

Richtig ist
Heutzutage funktioniert das nicht mehr. Google ist viel zu schlau und hat mittlerweile andere Qualitätsrichtlinien, die Einfluss auf das Ranking nehmen. Die Anmeldung bei anderen Suchdiensten, um Backlinks abzugreifen, funktioniert jedenfalls nicht. 

Das Thema rund um die SEO Mythen

Es gibt sie immer noch und auch noch mehr als ich hier im Artikel oder Podcast besprochen habe. Einige Mythen sind absolut gegenstandslos, andere wiederum haben über ein paar Ecken und Umwege Einfluss auf das Ranking. Also, haltet euch nicht an die Mythen, verifiziert eure Quellen und macht eure Hausaufgaben.

Wie könnt ihr Fragen stellen?

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Einfach per Sprachnachricht eure Frage, Kommentar, Feedback geben und ihr seid vielleicht sogar in einer der kommenden Podcast Episoden zu hören.

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